Mehlschwalbe
Delichon urbicum
Brutzeit
Die Mehlschwalbe ist ein geschickter Flugjäger, der sich vor allem in Dörfern und Städten beobachten lässt. Sie baut ihre Nester bevorzugt an Hauswänden unter Dachvorsprüngen. Ihre Nahrung besteht aus kleinen Fluginsekten, die sie während des Fluges erbeutet.
Ursprünglich brütete die Mehlschwalbe an Felsen und Küstenklippen. Heute nutzt sie vor allem Gebäude, Brücken und andere Bauwerke in menschlichen Siedlungen als Brutplätze. Zur Nahrungssuche bevorzugt sie offene Landschaften wie Wiesen, Weiden, Felder und Gärten. Besonders gerne hält sie sich in der Nähe von Gewässern auf, wo sie reichlich Fluginsekten findet. Für eine erfolgreiche Brut sind geeignete Nistplätze und ausreichend Nahrung entscheidend.
Mehlschwalben ernähren sich von kleinen Insekten, die sie geschickt im Flug fangen. Dazu gehören vor allem Blattläuse, Mücken und Fliegen. Je nach Angebot erbeuten sie auch Eintagsfliegen, Steinfliegen und andere Wasserinsekten. Ihre Nahrung suchen sie häufig über Wiesen, Weiden, Siedlungen und Gewässern. Während der Brutzeit verfüttern sie die gefangenen Insekten an ihre Jungen.
Mehlschwalben bauen ihre Nester bevorzugt an rauen Hauswänden, unter Dachvorsprüngen und an Brücken. Sie bauen ihre Nester aus rund 700 bis 1.500 winzigen Lehm- und Schlammklumpen. Dafür sammeln sie feuchten Schlamm oder lehmige Erde, die sie mit Speichel sorgfältig miteinander verkleben. So entsteht ein stabiles, geschlossenes Nest mit einem kleinen Einflugloch. Mehlschwalben sind standorttreu und brüten gerne in Kolonien. Eine flache Schale mit feuchtem Lehm kann sie beim Nestbau unterstützen, wenn natürliche Materialien in der Umgebung fehlen.
Die Mehlschwalbe ist zunehmend gefährdet, da ihr Bestand vielerorts zurückgeht. Zu den Ursachen zählen der Rückgang von Insekten als Nahrungsgrundlage, fehlende geeignete Nistplätze und die Zerstörung von Nestern. Auch moderne Gebäude bieten häufig zu wenig geeignete Flächen für den Nestbau. Durch den Erhalt bestehender Nester, das Anbringen künstlicher Nisthilfen und den Schutz von Nahrungs- und Lehmstellen kann die Mehlschwalbe unterstützt werden.
Bei der Nahrungssuche fliegen Mehlschwalben über Wiesen, Felder, Weiden, Gewässer und Siedlungen. Dabei orientieren sie sich an Gebieten mit einem hohen Angebot an Fluginsekten. Je nach Wetter und Nahrungsverfügbarkeit können sie mehrere Kilometer zwischen ihrem Nest und geeigneten Jagdgebieten zurücklegen. Bei schlechtem Wetter jagen sie häufig tiefer über dem Boden, wo sich Insekten in größerer Zahl aufhalten können.
Mehlschwalben sind Zugvögel. Im Spätsommer und Herbst verlassen sie ihre europäischen Brutgebiete und ziehen nach Afrika südlich der Sahara. Dort finden sie auch während des europäischen Winters ausreichend Fluginsekten. Im Frühjahr kehren sie in ihre angestammten Brutgebiete zurück und nutzen häufig ihre früheren Nistplätze erneut.
Was diese Art braucht
Nahrungspflanzen 1


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