Variante von Gebäudenischen
Fledermäuse
Gebäudebewohnende Tiere wie Vögel können gezielt durch das Belassen von Nischen und Ritzen oder das Aufhängen eines passenden Nistkastens unterstützt werden. Mauersegler, Haussperling und Hausrotschwanz nisten an Gebäuden und können durch ihre Anweseneheit das Wohlbefinden steigern.
Auch Hornissen und andere friedliche Wespenarten nisten mit Vorliebe auf Dachböden, in Schuppen oder im Traufbereich am Dach. Sie jagen Mücken und Fliegen und werden die Nester nicht erschüttert, ist eine friedliche Koexistenz gut möglich. Einige Wildbienenarten nutzen ebenfalls vorhandene Ritzen und Löcher in Gebäuden und können gezielt gefördert werden.
Einige Fledermausarten sind wertvolle Mitbewohner, sie nutzen Nischen, Spalten, Dachräume als Brut- und Rückzugsorte und haben sich über lange Zeit an die vom Menschen geschaffene Umgebung angepasst.
Gebäudebrüter erfüllen wichtige ökologische Funktionen. Mauersegler und Fledermäuse vertilgen große Mengen an Insekten, Spatzen tragen zur Samenverbreitung bei, Wildbienen bestäuben Blütenpflanzen und auch Hornissen und andere Wespenarten leisten einen Beitrag zur Regulierung anderer Insektenbestände. Ihr Vorkommen ist daher ein Zeichen für ein funktionierendes, lebendiges Umfeld.
Durch Sanierungen, dichte Bauweisen und den Verlust von Nischen gehen jedoch viele ihrer Lebensräume verloren. Umso wichtiger ist eine tierfreundliche Gestaltung von Gebäuden – etwa durch den Erhalt bestehender Nistplätze, das Einplanen von Niststeinen oder Quartieren sowie den Verzicht auf vollständig glatte und verschlossene Fassaden. So können Gebäude nicht nur Lebensraum bleiben, sondern aktiv zur Förderung der Biodiversität beitragen.